Schon als Kind hat es mich <br />
genervt, dass man Dinge für <br />
eine „bessere Gelegenheit“<br />
 aufbewahrt. <br />
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Schöne Teller, von denen man <br />
nicht essen durfte, schöne Kleidung, <br />
die man nicht tragen durfte, teure <br />
Süßigkeiten, die man nicht essen <br />
durfte, und so weiter. <br />
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Meine Mutter starb mit <br />
nur 40 Jahren, und viele der <br />
Dinge, die sie für eine „bessere <br />
Gelegenheit“ aufgehoben hatte, <br />
konnte sie letztendlich einfach <br />
nicht mehr genießen.

Kommentare

Ich trage meine schönste Kleidung wann ich will, esse vom guten Geschirr jeden Tag und esse durchaus auch am Mittwoch einen Braten und am Sonntag nur ein Brot 🙃 Unsere Lebenszeit ist begrenzt, nutze jeden Tag 😊

So ist es, lebe im hier und jetzt, trag I. schönsten Sachen wann immer du willst ?

Das kenne ich von meiner Oma sie hatte mir ein Kleid gekauft und dann wurde mir eingepleut das es nur für "gut" ist. Irgendwann war ich rausgewachsen ich hatte es nicht einmal getragen.

S. Maibach so ein Kleid hatte ich auch. Anziehen durfte ich es am Sonntag, aber ich musste darüber einen häßlich grauweißen Hahnentritt-Kittel anziehen. So hat man nichts mehr vom Kleid gesehen und irgendwann wuchs ich auch aus beiden Teilen raus ?

Man kann ja auch dafür sorgen, das man auch solche Gelegenheiten hat, wo man das nutzen kann. Statt es tot zu schonen

Deswegen benutze ich auch gutes Werkzeug. Wie oft wurde ich angemekert, dass ich nicht den guten 13er Schlüssel bringen soll. Welchen dann? Den, der gestern kaputt gegangen ist? Wofür hat man denn das gute Zeit, wenn man sonst nur den Müll verwendet?

Und dennoch waren die Momente magisch und was besonderes Wenn man sich mit dem Kleid für "gut" schön machte oder das Geschirr was nicht alltäglich war benutze. Alltag kann sehr schön sein aber es ist auch schön sich bestimmte Tage besonders zu machen.

Ich halte es wie die aus unserer kleinen Farm: Gutes Geschirr ist für besondere Leute. Wir sind besondere Leute. 😊

Das Gute Geschirr und die Sonntagskleidung kenne ich aus meiner Kindheit auch noch.

Das zeigt besondere Wertschätzung. Früher war nicht alles so im Überfluss und einfach verfügbar oder leistbar wie heute. Deshalb hat man diese schönen Dinge geschont und ist viel sorgsamer damit umgegangen als die heutige Wegwerfgesellschaft. Ein bisschen von dieser Demut täte vielen heute auch gut.

Ich sage immer lebe jetzt, lebe hier, was morgen ist, weiß man nicht, da kann alles vorbei sein. Kenne es aber auch noch von früher

meine Mama verstarb ganz plötzlich mit 51 Jahren 🥲 ich vermisse sie seit dem ganz schrecklich 🥲

Ja, bescheuert, Kleider die nur "für gut" aufgehoben wurden! Oder Geschirr, das nur für besondere Gelegenheiten war. Ich benutze nur noch das, was mir gefällt wann es mir gefällt!

Richtig. Das Leben ist immer zu kurz, egal ob 40 oder 80

Das hat sich in meiner Kindheit so gest gesetzt,dass ich es mit 48 nochimmer so mache...DIE Schuhe sind für gut,die neuen Turnschuhe noch zu weiß zum tragen,der Pulli zu schade usw...😓🙈habe bestimmt 12 Paar nuegelnagelneue Schuhe,Stiefeletten und Sportschuhe...halt "zu schade"🤷🏼‍♀️

Opa wollte, dass wir die guten Schnapsgläser mal mitnehmen. Gefühlt standen die 30 Jahre nur im Schrank. Jetzt werden sie benutzt 😁

In früheren Zeiten hätte ich auch an dieser Tugend festgehalten doch mittlerweile nicht mehr

Tja, das war früher eben so gewesen. Da durfte man auch nur Sonntags in die Stube, da gab es ein Kleid für die Kirche am Sonntag, da gab es Geschirr für Feiern usw. Das braucht man in dieser Überschuss Gesellschaft nicht mehr.

Meine Jugendfreundin starb letztes ganz plötzlich. Einen Tag vor ihrem Tod hat sie sich im Café einen extra großen Latte Macchiato bestellt, mit allem Zipp und Zapp. Ich dachte mir nur so, wow 8,-€ für das Teil, das muss es ihr echt wert sein. Ich hatte nur einen einfachen Latte Macchiato. Einen Tag später war meine Freundin tot. Ganz plötzlich, ohne Vorankündigung. Und da dachte ich mir, sie hat es genau richtig gemacht! Den besten und größten Latte genossen = das Leben genießen. Denn später gibt es nicht

Wenn es nervt...sollte man sich an die Kindheit dieser Generation erinnern, wo eben nicht Q. so Selbstverständlich war wie Heute.

Yo, da is definitiv watt dran. Stimmt schon.

JETZT und SOFORT.........das letzte Hemd hat keine Taschen!

Wie sagte meine Oma immer, Du musst dein Zeug estamieren. Das ist hängen geblieben.

Die "beste Gelegenheit" ist immer heute. Niemand weiß, ob es für ihn ein "morgen" gibt.

Das Rote Geschirr Meine Eltern bekamen zu ihrer Hochzeit im Jahre 1977 ein rotes Porzellan das Kaffeeservie von der Firma P.. Es stand jahrelang ungenutzt im Schrank. Als Kind musste ich förmlich darum betteln das es wenigstens an meinem Geburtstag auf dem Tisch kam. Als dann meine P. meiner Mutter beim spülen helfen wollte machte sie in einen Teller eine winzige Katsche rein ... das Service verschwand im Schrank auf nimmer wiedersehen. Vor ein paar Jahren sagte ich zur meiner Mutter das ich es sehr traurig finde das es bis dato "heute " nie wieder benutzt wurde. Ein paar Tage später rief sie an etwas unfreundlich, vielleicht genervt, vielleicht auch in Gedanken und sagte:" Du kannst das Service abholen, ich habe es eingepackt, mach was du willst damit!". Ich habe über ebay in den letzten Jahren das Service erweitert, es fehlen immer noch Teile, ich benutze es und es sind weil es so ein "weiches" Porzellan ist an dem ein oder anderen Teil weitere minimalistische Katschen dazu gekommen. Aber das ist mir egal, den es wird endlich benutzt, bereitet mir Freude und nach mir wird es eh keiner wollen.

Tja, dass kenne ich auch. Besonderes Geschirr für Kommunion, Taufe und z.B. Hochzeit, inklusive Besteck. Gute Klamotten wenn man auswärts isst oder Verwandte besucht. Ich habe alles abgeschafft. Man lebt vermutlich nur einmal. Deshalb gönnt euch was, esst gut und wenn der letzte schöne Abend mit Freunden oder auch der Urlaub teurer wurden als geplant, ihr habt eine schöne Erinnerung. Man sollte nie dem Geld nachtrauern. Und materielle Sachen sind nur Momentaufnahmen für euch. Versucht mal schöne Dinge von Früher zu verkaufen. Die Leute wollen diese noch nicht mal geschenkt. Tatsächlich weiß ich es weil ich über Monate versucht habe zwei Wohnungen aufzulösen. Also gönnt Euch was ohne schlechtes Gewissen.

Meine Schwiegeroma war 99 Jahre alt. Zu Pfingsten sagte ich, Oma ziehe doch das Kleid von Steffies Konfirmation an. (Vor 15 Jahren) Da sagte Oma. Ach nee, vielleicht gibt's Mal ne bessere Gelegenheit das schöne Kleid anzuziehen

Seit Corona genieße ich das Leben, das hat mir die Augen geöffnet!

W. Dinge 'benutzen", wann immer man sie braucht, morgen braucht man sie eventuell schon nicht mehr

Ja steckt manchmal einfach noch so drin

Mein Vater hat immer gesagt später wenn es um einen schönen Urlaub ging oder darum dass sie sich was gönnen. Es gab dann kein später weil er kurz vor dem 68 Lebensjahr starb. Bei meiner Mutter ganz ähnlich. Deshalb sollte man so leben dass man nichts bereut wenn es soweit ist.

Das stimmt leider 😔

Genießt jeden Tag, tragt eure schönsten Kleider und macht euren Traumurlaub. Bei meinem Mann machte ein Hirntumor unser gemeinsames Leben von einer Minute zur anderen zunichte. Ich bin für immer dankbar, dass wir unsere kurze Ehe in vollen Zügen genossen haben.

Das letzte Hemd hat keine Taschen!

Aus diesem Grund bin ich mit meinem Hochheitskleid wandern und im Meer schwimmen gewesen und hab es danach einfach in die Waschmaschine gesteckt. :-) sollte es viel öfter tragen eigentlich.

Ja, das gute Goldrand Geschirr, was jetzt zuhauf fast unbenutzt im Sozialkaufhaus landet... Ich habe mich bewusst für ein schönes Alltagsgeschirr entschieden, was auch "für hübsch" taugt. Klamotten, da unterscheide ich. Meine Büroklamotten ziehe ich privat selten an. Gerade die Anzüge. Meine Alltagskleidung ziehe ich nicht in den Stall oder Garten an, da reichen die alten Sachen. Mit Schuhen genauso.

Ich kannte ein Ehepaar,sie lebten damals in einer Zweizimmerwohnung wobei ein Zimmer davon fast bis zur decke voll war,mit allem was man sich vorstellen kann sie wollten für immer zurück in die „Heimat „und wollten diese Sachen dann dort benutzen.. Leıder kam es anders,die Frau starb innerhalb von dreißig Minuten nach herzversagen..und der mann zog in die „Heimat „und heiratete eine junge Frau… Dieses Ereignis hat mich eins belehrt…lebe jetzt und hier..ob es ein morgen gibt, bleibt ein Geheimnis 😞

Man sollte das Leben jede Minute genießen, so gut es geht. Es kann viel zu schnell vorbei sein. 😢

Meine Mutter hatte kurz nach Weihnachten ein Fondueset für mich gekauft und wollte es mir zu einer passenden Gelegenheit schenken. Vermutlich zum Geburtstag im Mai. Sie starb am 10. Januar im Urlaub, mein Vater gab mir das Set unter Tränen: "Das wollte Mama Dir noch schenken?" Inzwischen, wenn ich was Tolles für jemanden finde, schenke ich es sofort und sage: "K. Gute zum Nichtgeburtstag."

Meine Oma hat das auch immer gemacht und irgendwie übernimmt man das ja, und dann sagte mir im Urlaub jemand, warum für „GUT“ ?! Jeder Tag ist ein guter Tag ! Das hat meine Ansicht radikal verändert. Als Oma gestorben ist, hab ich ihr gutes Besteck genommen, es ist jetzt mein Alltags Besteck. 🫣

Ich benutze bewusst die schönen Dinge, dann erfreue ich mich jedes Mal daran. So macht es doch auch Sinn.

Du hast nie in ihrer Generation gelebt. Also kannst du das nie nachvollziehen.

Die Süßigkeiten waren bestimmt abgelaufen.

Ohne Highlight ist halt alles immer nur Standard. Ich sage nicht, dass man sich nichts gönnen soll, aber ein bisschen Vorfreude und dann besonderer Genuss zu speziellen Anlässen kann etwas sehr Schönes sein.

Bei meiner Oma gab es nur das gute Geschirr für Geburtstage ^^ und andere besondere Anlässe. Bei meiner Schwiegeroma war es schlimm, die hatte die Schränke voll mit solchen Sachen, wir haben beim ausräumen alles verschenkt, was wir nicht selbst gebrauchen konnten... oder weggeschmissen.

Ich bin es mir WERT jede Sekunde alles genießen zu dürfen

Wir wissen nie, ob wir morgen noch erleben. Deshalb ist jeder Tag ein besonderer.

Am Ende wird das bereut, was man nicht gemacht hat.

Hat mich auch lange genervt. Ich benutze es sofort oder zeitnah.

Es hat Deine Mama glücklich gemacht diese Dinge besitzen zu dürfen, das ist der Punkt. Die Freude sie anzuschauen und zu wissen, daß man sie benützen könnte wenn man denn wollte. Aber wenn der schöne Teller dann womöglich eine Macke hat oder die Kleidung einen Fleck, dann machen die Sachen nicht mehr so viel Freude, sie sind was Normales geworden. So hat sie den Stolz auf ihre schönen Sachen bis zum Lebensende gehabt und es spielt keine Rolle, wie viele Jahre das sind.

I. was du liebst, verlierst du und alles was du besitzt wird ein anderer besitzen. That's Life

Ich kenne das leider auch zu gut!

D. Glaeser Ja, die Wegwerfgesellschaft, in der wir leben, ist schlimm und traurig. Aber es geht auch anders. Ich bin 52 Jahre und habe mir damals zum 17. Geburtstag ein Bügelbrett und ein Bügeleisen gewünscht. Beides benutze ich heute noch. Heute essen wir Nachtisch von über 100jährigem Geschirr. Und ich trinke gerne aus Bleikristallgläsern aus den 70er / 80er Jahren. Die habe ich übrigens schon in diversen amerikanischen Serien gesehen. ? Genauso wie mein Kaffeegeschirr von Royal D. in der Serie "The Crown". Vielleicht starte ich einen neuen Job als Geschirrverleiherin für Hollywood-Produktionen. ? Was ich sagen will - man kann seine guten Dinge auch alltäglich nutzen, ohne es als Selbstverständlichkeit anzusehen, und sich einfach immer daran erfreuen. So mache ich es. Und ich liebe die guten alten Dinge. Viele sind Erbstücke und für mich sehr besonders. ?

Meine sonntagsschuhe waren nach wenigen tragen zu klein. Ein beispiel, wie ich heute mit "für gut" umgehe: meine mutter hatte für meine Konfirmation in den frühen 80ern ein teures Geschirr mit platinrand gekauft. Ich glaube danach wurde es nochmal an ihrem 50. und 60. Geburtstag genutzt. Als ich das Haus räumte, nahm ich es mit, es war ja teuer, aber ich nutzte es nicht, weil es nicht Spülmaschinenenfest ist. Sagt man. Dann habe ich es stückchenweise aus der kammer geholt, und sie da, spülmaschine geht. Und wenn nicht, ist es einfaxh nur ein weisses Geschirr mit Geschichte. Aber bei der menge brauche ich nie wieder eins kaufen...

Richtig. Deshalb jede Gelegenheit ausnutzen und sein Leben leben, solange man kann 🥰

Erinnert mich an meine Mutter,ein riesen Schrank voll Kleidung und auch immer für gut was neues dazu gekauft,getragen hatte sie doch immer die gleiche Kleidung für gewöhnlich,auch stand später ihr Makeup und die Haarfarben nur im Schrank rum und wurde nie genutzt,später in der W.ät habe ich dann die Kosmetik von ihr benutzt,sie hat zwar rumgemotzt aber ich sagte ihr dann auch das sie es eh nie benutzt und bevor es anfängt zu bröckeln nehme ich es lieber

Traurig, aber vollkommen richtig und wahr ...

Ja, ich genieße jetzt öfter Mal was schönes,oder mache es mir schön.Wer weiß was noch kommt

Kannst du dann verkaufen.

Ja ich hatte als Kind auch Anziehsachen nur "für gut" , wurden nur Sonntags angezogen. Wollte die auch gerne zur Schule tragen, aber durfte ich nicht. Dann waren die auch fix wieder zu klein und man hatte die kaum getragen.

bei uns hieß das: das ist „für gut“ 😇

Stimmt! Gab es in jedem Haushalt zu Hauf

Jetzt ist der beste Zeitpunkt !!!!

Hatte ich in der ganzen Kindheit. Schöne Kleider 1 x getragen, sollten geschont werden und dann war man raus gewachsen. Das "gute" Geschirr nur wenn Besuch kam...usw...aus heutiger Sicht alles nur traurig

Ich finde schon man sollte auch etwas für den "besonderen Anlass" haben! Gerade so etwas verleiht dem ganzen doch einen besonderen Rahmen. Denke da z.b. an Kleidung, Schmuck, vielleicht eine schöne Uhr (muss kein Vermögen kosten) das Restaurant mit dem gehoben Ambiente...

Für gut

Ich hab meine "Sonntagsklamotten" als Kind nie gemocht. Die waren nicht eingetragen, ungewohnt und ich fand sie nicht bequem.

Wie wahr!

Genau so ❤️

I. Anie naja man muss ja nicht gleich maßlos übertreiben, nur weil man den Sinn dahinter nicht versteht. Dass Leute wie Sie im Überfluss leben und offenbar nicht wissen, wie es ist, sparen zu müssen und jeden Cent (Pfennig) zweimal umzudrehen, kann ich mir gut vorstellen… und genauso sieht wahrscheinlich auch Ihre Wertschätzung aus für etwas, was Sie „sich leisten“ oder vielleicht sogar geschenkt bekommen. Für viele andere Leute hat sowas eben deshalb einen bestimmten Wert, den man sich so lange wie möglich bewahren möchte. Und deshalb heben sie sich die „guten“ Sachen für besondere Gelegenheiten auf. Schade, dass manche das so gar nicht nachvollziehen können.

Ich hab das auch immer gesagt... jetzt bin ich gleich 50 und sag mir... scheiß drauf! Eine bessere Gelegenheit wird nicht kommen!

das war halt "für gut"!

Meine Oma hat immer gesagt: "mit dem Alten erhält man das Neue" und hat die Geschenke wieder ins Geschenkpapier eingewickelt. Es machte mich wahnsinnig.

Schöne Teller stellte man in den Schrank, von den Anderen wurde gegessen. Wir machen das am Woe, da gibt’s das Blaue Zwiebelmuster, einfach herrlich.

Solche Sachen gar nicht zu nutzen ist falsch. Sie aber dauernd zu benutzten auch, da sie dann ganz einfach an Bedeutung verlieren. Solch besondere Sachen, sollte man für besondere Anlässe aufbewahren, sie dann aber auch nutzen.

Es sind Erinnerungen an eine gute oder schlechte...

Absolut richtig wie die Mutter es gemacht hat! Das nennt man Wertschätzung. Niemand sitzt nach 3 Jahren täglicher Benutzung es Geschirrs da und denkt sich "ach wie wichtig mein Geschirr" Dinge die man täglich nutzt nutzen sich ab. Im Wert für einen selbst sowie im Wert generell. Die Mutter hat's verstanden. Der Postersteller nicht. Und diese Wegwerfgesellschaft in der wir leben find ich viel schlimmer

Ich hatte eine Pflegekundin, die mir ihre schönen Outfits gezeigt hat. Ich habe sie gefragt, warum sie die tollen Teile nicht anzieht, die Antwort war, das wäre Sonntagskleidung. Ich habe ihr dann gesagt, dass jeder Tag, ein Sonntag ist den sie feiern kann. Von da an hat sie alles getragen, was ihr Freude macht. Sie was schwer erkrankt und ist kurze Zeit später plötzlich verstorben.

So is es leider

Hab auch Klamotten, die sind mir einfach zu schade für das Pack hier😅 Wenn ich die bei Justitia anziehe…muß ich immer nur (mehr) zahlen oder in die 2te Instanz 🧐

Meine Mama sagte damals immer: "Später machen wir dies und später machen wir das" Dann starb mein Vater plötzlich ganz überraschend und ich habe ihr gesagt: Mama, "Später ist jetzt" und seitdem lässt es sich meine Mama gut gehen!

es raubt einem aber auch schöne Momente weil alles nur noch alltag ist.... etwas besonderes für eine besondere Gelegenheit

In meiner Familie war es das Geld. Immer sparen, sparen und noch mehr sparen. Ich selbst bekam nur ganz wenig Taschengeld. LEGO und Playmobil kaufen bedeutete für mich lange sparen. Wenn ich mir dann etwas davon kaufte:"KIND! LERN DOCH MAL SPAREN!" Ähm?! Ich habs bis heute nicht verstanden. Mein Opa liebte das Skifahren. Man wollte sich das endlich in der Rente gönnen. Aufgrund eines Problems mit seiner Wirbelsäule kam es nie dazu. Das hat mir gezeigt: Wenn ich warte, wird es vielleicht nie etwas.

Ja, bei meinen Eltern und Schwiegereltern gab es noch die "gute Stube", ein extra Wohnzimmer, nur für besondere Anlässe, das gute Geschirr, Sonntagskleidung usw.

Bei uns gab Kekse für Gäste, die ich keinesfalls essen durfte, das hat mich oft genervt und ich habe rumgenörgelt. Booaah, sagte meine Mutter auch genervt, die sind alt und schmecken nicht, darum nur für Gäste.

Diese Dinge sind aber noch da! ein schöner Teller kann kaputt gehen, wenn man ihn oft nutzt.

Man kann auch Sachen geniessen, die nicht verwendet werden. Wenn es mich nicht mehr gibt, interessiert mich das nicht mehr.

Das ist richtig. T. es bei mir auch nicht. Meine Mutter sagt immer: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Diesen Wahn hatte ich auch. Mache ich nicht mehr. R. heute und jetzt. Wer weiß was morgen ist.

Ja das stimmt

Muttern war auch so drauf. Ewig rumgerannt wegen neuer Hose und Schuhen. Dann entschied sie, dass diese ja zu "schön" für den Alltag seien und diese ganze elende Shoppingtour ging von vorn los, habs gehasst. Ende vom lied, irgendwann wuchs ich aus der Hose und den Schuhen raus und am Ende wurde beides entsorgt... einfach nur dumm.

Mir hat mal jemand folgende Geschichte erzählt: Er war in Frankreich bei einen bekannten Weingut und hat sich eine richtig teure Flasche Champagner gekauft. Die hat er sich aufgehoben für eine besondere Gelegenheit. Geburtstag der Frau, Hochzeitstag, Schulabschluss der Kinder, alles nicht besonders genug. Viele Jahre später, als er in Ruhestand ging, hat ihn seine Tochter "gezwungen", die Flasche zu öffnen. Am Ende war das die teuerste Flasche Essig, die er je in den Ausguss gekippt hat.

Danke für die Erinnerung daran, sich auch selbst etwas gutes zu tun

Genau die Worte meiner Mama...das ist für besser. Wann ist besser? Jetzt? Wir haben sie vor 7 Jahren beerdigt, ohne dass dieses besser gekommen ist..❤️🥹❤️

Madlain Goldschmiedt G. Worte

Wann sonst wenn nicht JETZT und HEUTE !

Man kann aus jedem Tag eine besondere Gelegenheit machen. Das ist am besten.👍🏼

Besondere Gelegenheiten werden dadurch besonders, dass man sich da Dinge gönnt, die man sonst nicht ständig hat. 🤷‍♀️ Die Gesellschaft verfällt heute in immer extremere Konsummuster, weil sie sich jeden Tag in "guter" Kleidung zeigen muss und für besondere Anlässe dann "noch bessere" braucht und für die ganz großen Gelegenheiten muss man noch mal einen drauf setzen. Das selbe gilt selbstverständlich für Essen, Getränke, Deko und 1000 andere Dinge. Selbstverständlich muss man auch im Alltag nicht in Lumpen herumlaufen, oder das Essen aus der Dose löffeln. Aber sich etwas für besondere Anlässe zu verwahren ist eine kluge Strategie. Man darf nur nicht ins andere Extrem verfallen und die Sachen nie aus dem Schrank holen, weil kein Anlass "gut genug" ist.

Würde mir im Traum nicht einfallen

Ich mache das nur mit Weingläser, da die nicht so oft in den Geschirrspüler können. Mein Abendkleid kann ich auch nicht zum Einkaufen tragen 😀😀😀

Die älteren Generationen die 2 Weltkriege erlebt hatten waren bekannt für den Brauch alles aufzuheben

Meine Mutter hatte einen Fernsehsessel. Darauf war immer ein komischer alter Lappen drauf um den Sitz zu schonen. Dann war die Technik kaputt. Sie war stolz, wie der Sessel auf dem Sperrmüll kam, mit dem tollen Polster. Ratet mal, was auf dem neuen Fernsehsessel kam

So war das mit dem „guten“ Service & dem „guten“ Besteck für die Feiertage, angeschafft 1956, als meine Eltern heirateten. Als der Haushalt 2019 aufgelöst wurde, wollte niemand das Geschirr haben & ich hatte auch keinen Platz, habe mein eigenes Geschirr. Das Besteck ist noch in Gebrauch, aber nicht bei mir. Ich würde es aber sofort nehmen, hätte ich die Gelegenheit. Mein eigenes Geschirr/Besteck benutze ich, es ist genug da & wenn etwas zu Bruch geht, ist das nicht schlimm. Mit 69 muß ich nix mehr hüten für Erben. Die haben ihren eigenen Haushalt.

Zum Glück wusste sie nicht mehr, nachdem sie tot war, dass sie die Dinge nicht geniessen konnte, also isses eh Wurscht. Radieschen sehen für alle von unten gleich aus.

Das war eine andere Zeit mit anderen Werten✌️

Bei mir wird das "gute" Geschirr und die teuren Gläser jeden Tag verwendet. Anderes habe ich gar nicht. Das ist zum benutzen da und nicht zum anschauen. Es gibt hier auch keine "Sonntagsklamotten" mehr.

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