Schon als Kind hat es mich <br />
genervt, dass man Dinge für <br />
eine „bessere Gelegenheit“<br />
 aufbewahrt. <br />
<br />
Schöne Teller, von denen man <br />
nicht essen durfte, schöne Kleidung, <br />
die man nicht tragen durfte, teure <br />
Süßigkeiten, die man nicht essen <br />
durfte, und so weiter. <br />
<br />
Meine Mutter starb mit <br />
nur 40 Jahren, und viele der <br />
Dinge, die sie für eine „bessere <br />
Gelegenheit“ aufgehoben hatte, <br />
konnte sie letztendlich einfach <br />
nicht mehr genießen.

Kommentare

Ich trage meine schönste Kleidung wann ich will, esse vom guten Geschirr jeden Tag und esse durchaus auch am Mittwoch einen Braten und am Sonntag nur ein Brot 🙃 Unsere Lebenszeit ist begrenzt, nutze jeden Tag 😊

So ist es, lebe im hier und jetzt, trag I. schönsten Sachen wann immer du willst ?

Das kenne ich von meiner Oma sie hatte mir ein Kleid gekauft und dann wurde mir eingepleut das es nur für "gut" ist. Irgendwann war ich rausgewachsen ich hatte es nicht einmal getragen.

S. Maibach so ein Kleid hatte ich auch. Anziehen durfte ich es am Sonntag, aber ich musste darüber einen häßlich grauweißen Hahnentritt-Kittel anziehen. So hat man nichts mehr vom Kleid gesehen und irgendwann wuchs ich auch aus beiden Teilen raus ?

Man kann ja auch dafür sorgen, das man auch solche Gelegenheiten hat, wo man das nutzen kann. Statt es tot zu schonen

Deswegen benutze ich auch gutes Werkzeug. Wie oft wurde ich angemekert, dass ich nicht den guten 13er Schlüssel bringen soll. Welchen dann? Den, der gestern kaputt gegangen ist? Wofür hat man denn das gute Zeit, wenn man sonst nur den Müll verwendet?

Und dennoch waren die Momente magisch und was besonderes Wenn man sich mit dem Kleid für "gut" schön machte oder das Geschirr was nicht alltäglich war benutze. Alltag kann sehr schön sein aber es ist auch schön sich bestimmte Tage besonders zu machen.

Ich halte es wie die aus unserer kleinen Farm: Gutes Geschirr ist für besondere Leute. Wir sind besondere Leute. 😊

Das Gute Geschirr und die Sonntagskleidung kenne ich aus meiner Kindheit auch noch.

Das zeigt besondere Wertschätzung. Früher war nicht alles so im Überfluss und einfach verfügbar oder leistbar wie heute. Deshalb hat man diese schönen Dinge geschont und ist viel sorgsamer damit umgegangen als die heutige Wegwerfgesellschaft. Ein bisschen von dieser Demut täte vielen heute auch gut.

Ich sage immer lebe jetzt, lebe hier, was morgen ist, weiß man nicht, da kann alles vorbei sein. Kenne es aber auch noch von früher

meine Mama verstarb ganz plötzlich mit 51 Jahren 🥲 ich vermisse sie seit dem ganz schrecklich 🥲

Ja, bescheuert, Kleider die nur "für gut" aufgehoben wurden! Oder Geschirr, das nur für besondere Gelegenheiten war. Ich benutze nur noch das, was mir gefällt wann es mir gefällt!

Richtig. Das Leben ist immer zu kurz, egal ob 40 oder 80

Das hat sich in meiner Kindheit so gest gesetzt,dass ich es mit 48 nochimmer so mache...DIE Schuhe sind für gut,die neuen Turnschuhe noch zu weiß zum tragen,der Pulli zu schade usw...😓🙈habe bestimmt 12 Paar nuegelnagelneue Schuhe,Stiefeletten und Sportschuhe...halt "zu schade"🤷🏼‍♀️

Opa wollte, dass wir die guten Schnapsgläser mal mitnehmen. Gefühlt standen die 30 Jahre nur im Schrank. Jetzt werden sie benutzt 😁

In früheren Zeiten hätte ich auch an dieser Tugend festgehalten doch mittlerweile nicht mehr

Tja, das war früher eben so gewesen. Da durfte man auch nur Sonntags in die Stube, da gab es ein Kleid für die Kirche am Sonntag, da gab es Geschirr für Feiern usw. Das braucht man in dieser Überschuss Gesellschaft nicht mehr.

Meine Jugendfreundin starb letztes ganz plötzlich. Einen Tag vor ihrem Tod hat sie sich im Café einen extra großen Latte Macchiato bestellt, mit allem Zipp und Zapp. Ich dachte mir nur so, wow 8,-€ für das Teil, das muss es ihr echt wert sein. Ich hatte nur einen einfachen Latte Macchiato. Einen Tag später war meine Freundin tot. Ganz plötzlich, ohne Vorankündigung. Und da dachte ich mir, sie hat es genau richtig gemacht! Den besten und größten Latte genossen = das Leben genießen. Denn später gibt es nicht

Stimmt! Gab es in jedem Haushalt zu Hauf

Hatte ich in der ganzen Kindheit. Schöne Kleider 1 x getragen, sollten geschont werden und dann war man raus gewachsen. Das "gute" Geschirr nur wenn Besuch kam...usw...aus heutiger Sicht alles nur traurig

Für gut

das war halt "für gut"!

Schöne Teller stellte man in den Schrank, von den Anderen wurde gegessen. Wir machen das am Woe, da gibt’s das Blaue Zwiebelmuster, einfach herrlich.

Es sind Erinnerungen an eine gute oder schlechte...

Hab auch Klamotten, die sind mir einfach zu schade für das Pack hier😅 Wenn ich die bei Justitia anziehe…muß ich immer nur (mehr) zahlen oder in die 2te Instanz 🧐

In meiner Familie war es das Geld. Immer sparen, sparen und noch mehr sparen. Ich selbst bekam nur ganz wenig Taschengeld. LEGO und Playmobil kaufen bedeutete für mich lange sparen. Wenn ich mir dann etwas davon kaufte:"KIND! LERN DOCH MAL SPAREN!" Ähm?! Ich habs bis heute nicht verstanden. Mein Opa liebte das Skifahren. Man wollte sich das endlich in der Rente gönnen. Aufgrund eines Problems mit seiner Wirbelsäule kam es nie dazu. Das hat mir gezeigt: Wenn ich warte, wird es vielleicht nie etwas.

Bei uns gab Kekse für Gäste, die ich keinesfalls essen durfte, das hat mich oft genervt und ich habe rumgenörgelt. Booaah, sagte meine Mutter auch genervt, die sind alt und schmecken nicht, darum nur für Gäste.

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